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Ausgabe Dezember 2003 »Pankower Früchtchen« Der BVV nichts Wert? Der Verein Pankower Früchtchen e.V. wurde 1994 von Eltern in Wilhelmsruh gegründet. Wir wollten die Lücken, die in der staatlichen Finanzierung von Kindereinrichtungen entstanden waren, durch Sponsoring aufzufangen. Es ging zunächst vor allem um Verbesserungen im Lebensalltag der Kinder, wie z.B. sichere Schulwege und den Lebensraum Schule-Kita. Schon damals stellen wir den Kontakt zu den Gewerbetreibenden in und um Wilhelmsruh her. Denn das Aufwachsen der Jüngsten findet nicht nur in Kitas, Schule und Elternhaus statt, sondern der gesamte Kiez beeinflusst die Entwicklung unserer Jüngsten. Seit 1995 findet deshalb jährlich im Juni unser Kinderfest im Zusammenwirken von Verein, Schule, Kita und Gewerbetreibenden statt. Alles dreht sich an diesem Tag um unsere Kinder Bühnenprogramm, die vielfältigen Angebote an den Ständen von befreundeten Vereinen und Selbständigen sowie eine Tombola, an der sich über 200 Unternehmen mit Spenden beteiligen. Dieses Fest ist längst zu einem Treffpunkt aller Generationen im Kiez geworden. Seit 1997 bietet der Verein an der 13. Grundschule Kurse und Werkstätten für die Kinder am Nachmittag an. Die Idee, die dahinter steht ist, dass einige Angebote aus der Stundentafel der Kinder gestrichen wurden, die wir deshalb noch lange nicht für entbehrlich halten. So haben wir u.a. folgende Kurse jeweils von Fachkräften geleitet anbieten können: Malen, Theater, Theater-, Holz- und Fahrradwerkstätten, Computerkurse, »handgemacht«, »Natur pur«, Spurensuche, Selbstverteidigung, Inline-Scating. Diese Kurse sind aber mehr als eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, die Ergebnisse dieser Arbeiten werden in die ständige Verbesserung des Lebensraums Schule einbezogen oder wirken in den Kiez hinein wie die Entdeckung der Kiezgeschichte unter Einbeziehung vieler Zeitzeugen. Seit 2000 bieten wir ein ähnliches Projekt an der Grundschule in Französisch Buchholz an. Ziel beider Projekte ist, Angebote für Kinder zu schaffen, die sie ohne »Transportdienste« der Eltern wahrnehmen können. Die Mehrzahl unserer Angebote ist für Kinder kostenlos. Obwohl wir für das Projekt in Wilhelmsruh seit 1997 jährlich eine Förderung durch den Bezirk beantragt haben, wurde uns diese stets verwehrt. Das Projekt in Französisch Buchholz erfährt eine Förderung, die jedoch immer geringer wird. Auch für 2004 scheint die Förderung nicht sicher. Wir haben den Eindruck, dass Mitglieder des Jugendhilfeausschusses die Vielfalt unserer Angebote entweder nicht erfasst haben oder in Konkurrenz zu anderen freien Trägern bewusst ignorieren. Unser jüngstes Projekt ist der im Oktober 2002 gegründete Kita-Hort in der Wilhelmsruher Grundschule. Damit beschreiten wir Neuland in Berlin: Das ist der erste Hort in freier Trägerschaft an einer Grundschule. Die Resonanz der Eltern ist inzwischen so groß, dass die bewilligten 120 Plätze nicht mehr ausreichen. Dies ist auf das freundliche Hort-Klima, das große Engagement der Erzieherinnen und die neue Symbiose zwischen Hort und den Kursangebote zurückzuführen. Uns sind bereits einige Familien bekannt, die gerade wegen unserer Angebote nach Wilhelmsruh gezogen sind. Kann man sich ein größeres Lob vorstellen? Lars Klinkmüller
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