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Ausgabe Dezember 2003 Schulentwicklungsplanung Schulschließungen im Galopp Seit einigen Wochen wird in unserem Bezirk wieder heftig über mögliche Schulschließungen diskutiert. Dieses Mal sind die Oberschulen betroffen. Wie kommt es zu dieser Debatte, die unter anderem mehrere Hundert Schüler zu einer Demo vor der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) motivierte? Unsere Schulen haben seit Jahren unter sinkenden Schülerzahlen zu leiden. Wir stehen jetzt vor dem Problem, das Oberschulnetz über eine ca. vierjährige Durststrecke zu erhalten und danach ausreichend Kapazität für eine Schülerzahl vorzuhalten, die geringfügig unter der gegenwärtigen liegt. Das Spannungsfeld, in dem wir uns dabei bewegen, wird auf der einen Seite durch die Gefahr gekennzeichnet, dass bei Nichthandeln kleine Schulen sterben. Auf der anderen Seite führt ein zu rigoroses Ausdünnen des Netzes zu aufwändigen Neugründungen bei wieder steigenden Schülerzahlen. Der bezirkliche Schulentwicklungsplan wurde im Frühjahr vom Bezirksamt beschlossen. Er enthält den klaren Hinweis, dass zum Schuljahr 2004/05 Reduzierungen im Oberschulnetz vorzunehmen sind. Dazu erarbeitete das Schulamt ein Papier mit Entscheidungsvorschlägen. Während der Erarbeitung wurde der Arbeitsstand dem Bezirksschulbeirat und dem Schulausschuss zur Kenntnis gegeben. Seine Vorschläge legte das Amt vor den Herbstferien den Schulleitern vor. Der Zeitplan des Bezirksamtes sah eine Entscheidung über die Nicht-Einrichtung von siebten Klassen an einzelnen Schulen und damit praktisch die Aufhebung dieser Schulen bis Ende November vor. Damit blieben nur sieben Wochen Zeit für Beratungen an den Schulen. Für eine Wirksamkeit ab dem Schuljahr 2004/05 lässt sich eine Entscheidung aber nicht weiter hinaus schieben. Zur Vorbereitung der Anmeldung wird eine Informationsbroschüre erstellt. Darin muss klar gesagt werden, welche Schule im nächsten Schuljahr überhaupt Schüler aufnimmt. Thoralf Sahn
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