|
Ausgabe Dezember 2003 Alltag im Bezirk Ehrenamt Den »Ehrenpreis für Ehrenamtliche« verlieh erneut die Bezirksverordnetenversammlung des Bezirks. Die Festveranstaltung fand am Vorabend des »Internationalen Tags des Ehrenamts« am 4. Dezember statt. Die von einer Jury aus den verschiedensten Gesellschaftsbereichen ausgewählten fünf Preisträger wurden in einem feierlichen Rahmen geeehrt. Wirtschaftsfaktor Kultur Bezirksstadträtin Almuth Nehring-Venus (PDS) sowie das Wirtschaftsforum des Bezirks luden am 25. November zum 5. Wirtschaftstag ein. Dazu erklärt die für Kultur und Wirtschaft zuständige Stadträtin Nehring-Venus: Mit der Studie »Kultur als Wirtschaftsfaktor Berlin« der IHK hat im vergangenen Jahr ein Diskurs begonnen, der die Stärken Berlins und die daraus entstehenden politischen Aufgaben thematisiert. Unser Bezirk ist durch eine starke, vielfältige Kultur geprägt. Hunderte Künstlerinnen und Künstler leben und arbeiten hier. In Pankow, vor allem in Prenzlauer Berg, haben sich Firmen der Filmwirtschaft, Design- und Medienbüros angesiedelt. Mit der Kunsthochschule in Weißensee gibt es eine renommierte Ausbildungseinrichtung. Kultur wird zunehmend durch die Brille der Finanzer nur noch als Kostenlast gesehen. Setzt sich dieses Denken in seiner Einseitigkeit mehr und mehr in der Öffentlichkeit durch, wird unser Leben trostlos. Altenhilfe Unter dem Titel »Autonomie und Teilhabe Anspruch und Realität« fand am 19. November die erste Altenhilfekonferenz des Bezirks Pankow statt. Grundlage war ein Arbeitspapier des Bezirksamts Pankow, wonach im Ergebnis des Bundesmodellprojekts »Netzwerk im Alter« eine effizientere Arbeit im Geriatrie- und Altenhilfebereich angestrebt wird. Ziel ist die Sicherung der Qualität durch Verbundlösung und die Senkung der Kosten. Beteiligt an dem Netzwerk sind verschiedene Initiativen, Vereine, Krankenhäuser und Firmen, etwa die St.-Elisabeth-Stiftung, Lebenswert e.V., die Park-Klinik Weißensee, Arztpraxen und Dienste für Hauskrankenpflege. Alle Jahre wieder... kommt der Nikolaus. Er bringt für die artigen Kinder Naschereien und zeigt, dass keiner vergessen wird. Alle Jahre wieder denkt auch die Volkssolidarität an all ihre Mitglieder, die durch hohes Alter und Krankheit verhindert sind, aktiv am Gruppenleben teilzunehmen. Mit kleinen Präsenten sind wir bemüht, unser Motto »Miteinander Füreinander« lebendig zu halten. Es ist wichtigstes Anliegen unseres Verbandes, Solidarität zu üben. Demgegenüber sind die Vertretungen aus dem Sozialamt nicht in der Lage, die jährlichen Weihnachtspräsente wegen finanzieller Engpässe an bedürftige Personen zu überreichen. Alle Jahre wieder wird versucht, die ältere Generation stärker auszugrenzen, die sozialen Leistungen einzuengen und weiteren Sozialabbau zu betreiben. Alle Jahre wieder werden wir uns dagegen wehren, wie am 13. Oktober bei der Demo der Rentner.
Familienfreundlich Einen Wettbewerb »Familienfreundlicher Betrieb Pankow« wird das Bezirksamt auf Initiative des Frauenbeirats Pankow zu Beginn des Jahres 2004 ausloben. Es werden Betriebe gesucht, die ihre Mitarbeiter/innen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützen. Die Schirmherrschaft für den Wettbewerb, der alle zwei Jahre stattfinden soll, hat die Stadträtin für Kultur und Wirtschaft, Almuth Nehring-Venus (PDS) übernommen. Das Preisgeld beträgt 1.000 Euro. Die Jury hat sich Anfang Dezember konstituiert. Neben der Schirmherrin und der Pankower Gleichstellungs-beauftragten, Heike Gerstenberger, gehören der Jury der BVV-Vorsteher, eine Vertreterin des Frauenbeirates, ein Vertreter des Einzelhandels und des Unternehmerkreises sowie der IHK und der Maria Heimsuchung an. Projektwoche bei Kollwitz Schüler der neunten Klasse des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums erkundeten in Arbeitsgruppen die Pankower Bezirksverwaltung. Anlässlich des hundertjährigen Jubiläums des Rathauses Pankow hat das Schülerprojekt des Prenzlauer-Berg-Museums den Beteiligten einen lebenspraktischen und subjektiven Zugang zur Verwaltung und Politik ermöglicht. Die Ergebnisse präsentierten die Gymnasiasten am Ende ihrer Projektwoche Ende November. In Zeitung und Fotos sowie in Video- und Toncollagen wurde der Alltag in den Ämtern aufgezeichnet.
|