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Ausgabe November 2003 Aus dem Jugendhilfeausschuss Heisse Debatten im Herbst Für die Haushaltsjahre 2004 und 2005 stehen gemäß dem Beschluss des Bezirksverordne-tenversammlung (BVV) jeweils 1.746.000 Euro zur Förderung freier Träger der Jugendhilfe zur Verfügung. Demgegenüber stehen die Ausgaben im Haushaltsjahr 2002 in Höhe von 2.525.138 Euro und 2.375.000 Euro in diesem Jahr. Diese Reduzierung hat sowohl für das infrastrukturelle Angebotsnetz als auch für die nicht-institutionalisierten Leistungen der Jugendarbeit einschneidende Folgen. Die Verwaltung des Jugendamtes hat am 21. Oktober eine Empfehlung zur Förderung von Projekten für die Jahre 2004/2005 dem Kinder- und Jugendhilfeausschuss vorgelegt, indem diese Auswirkungen mehr als deutlich werden. So wird der Versorgungsgrad mit Plätzen in Einrichtungen freier Träger von 1.908 im Jahr 2003 auf 1.650 Plätze in 2004 reduziert. Der Vorschlag der Verwaltung sieht vor, nur noch 23 Projekte zu fördern. Demgegenüber stehen in diesem Jahr 34 geförderte Projekte. Das bedeutet, dass 32 Prozent aller Projekte wegfallen und die Angebote für die Kinder und Jugendlichen des Bezirkes nicht mehr verfügbar sein werden. Ebenfalls will die Verwaltung die Förderung von Projekten der aufsuchenden Jugendsozialarbeit (Streetworker) um 29 Prozent reduzieren. Dieses ist unerklärlich, da gerade auf Grund der Verschärfung der sozialen Lage junger Menschen und Familien im Bezirk auf diese Arbeit nicht verzichtet werden kann. Darüber hinaus gibt es bei 61 Prozent der geförderten Projekte eine finanzielle Kürzung. Hier wurde aber nicht abschließend geprüft, ob damit die Projekte überhaupt gesichert und weiterhin arbeitsfähig sind. Nun obliegt es dem Kinder- und Jugendhilfeausschuss, die vorgelegte Förderempfehlung zu modifizieren und Alternativen vorzuschlagen. Hierzu wird es mit Sicherheit in den kommenden Tagen und Wochen heiße Debatten im Ausschuss, als auch in den Fraktionen der BVV geben. Eine endgültige Beschlussfassung will der Ausschuss dann am 18. November 2003 treffen. Für die PDS-Vertreter im Jugendhilfeausschuss ist klar, dass die Streichung von Projekten nicht vermeidbar ist, aber es gibt bessere Alternativen und Möglichkeiten, als die Verwaltung hier vorgelegt hat. Sascha Kummer |