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Ausgabe November 2003 Erwiderung Sehr geehrte Frau Knappe, in der Septemberausgabe von extraDrei hat Herr Bossmann ein Gespräch mit Ihnen aufgezeichnet. Es gibt in diesem Bericht nicht viele Zitate, aber ich gehe davon aus, dass Ihre Auffassungen richtig wiedergegeben worden sind. Diese reizen mich zum Widerspruch. Zum Beispiel Ihre Meinung, dass das Bezirksamt nach dem Rasenmäher-Prinzip vorgegangen sei und nicht politisch entschieden habe bei den Beschlüssen zu den Personalstreichungen. Das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Klar ersichtlich ist, dass die Verwaltung der Verwaltung deutlich stärker belastet wurde als die Bereiche Jugend und Soziales, wo die Bürgerinnen und Bürger ihre Leistungen erhalten. Das bedeutet, dass in den Serviceeinheiten, also bei den Kolleginnen und Kollegen, die sich zum Beispiel um die bezirkseigenen Immobilien oder die Finanzangelegenheiten kümmern, überproportional gestrichen werden musste. Ich halte das für eine politische Schwerpunktsetzung. Gegen Ihre Forderung, dort massiv zu streichen, wo keine gesetzlichen Pflichtaufgaben ausgeführt werden, interveniere ich scharf. Bibliotheken, Theater, Galerien, Volkshochschule und Musikschule gehören zu den freiwilligen Aufgaben des Bezirkes. Mal davon abgesehen, dass hier leider tatsächlich deutlich stärker gestrichen wurde als woanders, glauben Sie wirklich, dass diese Leistungen für Bürgerinnen und Bürger weniger wichtig und wertvoll sind? Ich bin sehr froh darüber, dass sich Bezirksamt und Bezirksverordnetenversammlung dazu bekannt haben, dass auch diese Angebote unverzichtbar sind. Dem voraus gegangen ist eine aufgabenkritische Diskussion, die Sie fordern. Ich weiß, dass viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das genauso sehen und über Ihre Haltung sehr irritiert sind. Mit freundlichen Grüßen |