|
Ausgabe November 2003 extraDrei Interview Im Quartier Frau Taeger, Sie sind Mitarbeiterin von S.T.E.R.N. GmbH und Team-Chefin des Quartiers-managementgebietes (QM) Falkplatz. Was wurde bisher erreicht? Das QM-Gebiet Falkplatz existiert seit 1999. Unser Team versteht sich als Teil eines Netzwerkes von Akteuren im Kiez. Gemeinsam wollen wir Nachbarschaften aufbauen, Projekte unterstützen und initiieren. Wir sind nicht die Macher, eher die Moderatoren und Berater. Im engeren Sinn war und ist ein Hauptaktionsfeld die Verbesserung der Qualitäten des öffentlichen Raumes, der sozialen und kulturellen Infrastruktur und des Wohnumfeldes. Fertiggestellt wurden schon das Jugendhaus Sonnenburger Straße 69 als Einrichtung für Kinder und Jugendliche. Fast fertig ist die Umgestaltung des Schulhofes der 11. Grundschule Gleimstraße 49 mit Beteiligung der Schüler und unser Projekt Fahrradbügel vor öffentlichen Einrichtungen. Woran arbeitet Ihr Team zur Zeit? Ein Schwerpunkt ist die Gestaltung der sogenannten ALDI-Straße als Fahrradstraße. Darüber wurde zwischen der Bürgerinitiative und der Bezirksverwaltung in der Vergangenheit heftig gestritten. Des weiteren arbeiten wir mit am Quartiersfonds-Projekt Kletterfelsen im Mauerpark und dem Kreuzungsumbau mit Gehwegvorstreckungen Gleimstraße/Rhinower Straße. Besonders wichtig ist das Projekt Jugend pflegt Grünanlagen". 50 Jugendliche halten im Rahmen einer Qualifizierungs-ABM unter der Anleitung von fünf Facharbeitern den Mauerpark und den Helmholtzplatz sauber. Wie gestaltet sich die Zukunft des QM-Gebietes? Auch für 2004 besteht für das Quartiersmanagement Planungssicherheit. Die Projektmittel sind bis 2006 bewilligt worden. Damit werden wir vor allem vorhandene Einrichtungen stabilisieren, z.B. die Kita Gleimstrolche. Darüber hinaus wird die Kreuzung vor dem Gleimtunnel umgebaut und der dritte Bauabschnitt des Schulhofes 11. Grundschule fertiggestellt. Der Aktionsfonds steht für Aktivitäten der Anwohner auch im Jahr 2004 zur Verfügung. Ich stelle mir vor, dass der Kiez ein ruhiges Wohngebiet bleibt mit vielen kulturellen Angeboten, Kommunikation, Toleranz und ohne Verdrängung. Interview: Andreas Bossmann |