Ausgabe Oktober 2003

Zum »Aufstand der Gartenzwerge« – September-Ausgabe

Leserbriefe

Als ein alteingesessener Bürger von Weißensee und Mitglied der ehemaligen Weißenseer BVV sowie des Bauausschusses muß ich die Behauptung von Wolfram Kempe »... denn mit Vorgängen von öffentlichem Interesse scheint sich die alte BVV in Weißensee (nach Aktenlage) nur selten und eher sporadisch befasst zu haben«, zurückweisen. Im Fall Milchhäuschen war es Konsens aller Bürgervertreter der BVV in allen vier Legislaturperioden, den Komplex zu erhalten. Wir haben eben nicht Aktenberge mit sinnlosen Anfragen und Anträgen gefüllt, sondern die Verwaltung unterstützt bei der Suche nach geeigneten Investoren. Die Vertragsverhandlungen und der positive Abschluß mit Herrn Wachenbrönner wurden im Ausschuß aktiv unterstützt. Bei auftretenden Problemen wurde immer die Position von Herrn Wachenbrönner gegenüber dem Bezirksamt gestärkt.

Es ist Aufgabe der jetzigen BVV, eben dieselbe Aufmerksamkeit und Unterstützung dem Milchhäuschen zukommen zu lassen, wie es die bürgerfreundliche BVV Weißensee getan hat.

Roland Nogala
Weißensee

 
Es wäre besser gewesen, wenn die Recherchen sorgfältiger gewesen wären und die Hiebe gegen die »Zwerge« nicht auch in Richtungen ausgeteilt worden wären, wo gar kein Anlaß da war. Ich will gar nicht auf die Kritik an der BVV Weißensee eingehen. Da waren aus meiner Erinnerung mehr als manchmal heute die wirklich in öffentlichem Interesse liegenden Probleme auf der Tagesordnung. Das Milchhäuschen war bereits damals im Visier einiger Bereiche des Bezirksamtes, weil man dort die lebensfremde und durch nichts begründete Auffassung vertrat, daß gastronomische Einrichtungen im Park am See nichts zu suchen hätten. Da kam die Aufgabe des Geschäfts durch den Pächter Anfang der Neunziger (es gab, außer in der Zeit des Neubaues, nie eine Schließung, weder einen Leerstand noch gar Verfall) diesen »Zwergen« recht, und es wurde verstanden, die Neubesetzung sehr lange zu vereiteln. Es ist anzunehmen, daß das Drängen von Bürgern mit dazu beitrug, endlich die Vergabe an Herrn Wachenbrönner vorzunehmen. Heute ist das Haus keine »Ruine«. Die Ziele des Pächters laufen doch nicht auf die Erhaltung der Nutzungsfähigkeit, sondern auf deren Erweiterung. Ich wünsche sehr, daß endlich seine bewundernswerte Geduld belohnt wird.

Joachim Bennewitz
Hohenschönhausen

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