Ausgabe September 2003

Verkehr

Nadelöhr Bahnhof Pankow

Mit der Eröffnung des U-Bahnhofs Pankow ist eine Verbesserung der Anbindung Pankows mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) eingetreten. Große Hoffnungen verbinden sich auch mit dem Neubau der S-Bahn- und Fernbahnbrücken. Autofahrer erwarten, dass das gegenwärtige staubelastete Nadelöhr vor und unter der Brücke verschwindet. Auch mit dem Bau eines Fahrradweges auf der Berliner Straße wird sich das Durchfahren des Knotenpunktes für Radfahrer wesentlich erleichtern.

Die mit den Bauarbeiten verbundenen Einschränkungen im S-Bahnverkehr sollen bis Mitte 2004 beendet sein. Dann fährt die S-Bahn wieder bis Birkenwerder durch. Die zwei neu entstehenden Stabbogenbrücken werden bis 2005 gebaut sein. Erst danach kann mit der Sanierung der Berliner Straße begonnen werden. 2008 sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.

Als Problem erweist sich das gefahrlose Umsteigen vom Bus in die Straßenbahn und umgekehrt. Aufgrund der fehlenden Breite der Berliner Straße ist eine kombinierte Haltestelle von Bus und Bahn wie am Rathaus Pankow nicht möglich. In die Debatte um den Standort der Bus- und Bahnhaltestellen haben sich Gewerbetreibende eingeschaltet. Sie fordern, die Haltestellen an ihren ursprünglichen Standorten in Höhe des Zeitungskiosks stadteinwärts und an der Einmündung Hadlichstraße stadtauswärts zu belassen. Anderenfalls befürchten sie einen Rückgang des Kundenstroms.

Außerdem hat die gegenwärtige Haltestelle einen gravierenden Fehler: Nicht selten überspringen Fahrgäste die Absperrgitter vor dem Ausgang des U-Bahnhofes und setzen damit sich und andere der Unfallgefahr aus. Insofern unterstütze ich die Forderung der Gewerbetreibenden.

Fazit: Es wird wohl noch viel Wasser die Panke herunter fliessen, bis in der Berliner Straße alles zum Besten steht.

Rudi Blom
Bezirksverordneter

<< zurück ]