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Ausgabe Juli 2003
Notizen
Alltag im Bezirk
Bertha und Herrmann Falkenberg
Ein Denkzeichen in Erinnerung an Bertha Falkenberg (1876–1946), Vorsitzende des Jüdischen Frauenbundes, erste Frau in der Repräsentantenversammlung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und Hermann Falkenberg (1869–1936), Gründer der Liberalen Synagoge Norden in der Schönhauer Allee 162 wurde am 22. Mai an dem ehemaligen Wohnhaus in der Lottumstraße 22 in Prenzlauer Berg eingeweiht.
Dies ist ein Kooperationsprojekt des Kulturamtes Pankow mit Bet Debora e.V. Die 1998 ins Leben gerufene Initiative engagierter jüdischer Frauen setzt sich mit dem Leben und Wirken jüdischer Frauen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auseinander.
Überfall
In der Nacht zum 30. Mai ist der Bezirksverordnete Rudolf Blom, Mitglied der PDS-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Pankow, Ziel eines rassistisch motivierten Überfalls geworden. Blom und seine Gäste wurden in seiner Wohnung in Französisch Buchholz von einer zirka fünfköpfigen Gruppe Jugendlicher angegriffen. Gegen die Fenster der Wohnung wurden Flaschen geworfen, fremdenfeindliche und rassistische Sprüche wurden skandiert, es kam zu einem Handgemenge. Es gibt sichere Hinweise darauf, daß die Angreifer dem Umfeld der rechtsextremen NPD zuzurechnen sind. Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.
Pankower Zentrum
Eine 6.000 Quadratmeter große Fläche hinter dem Pankower Rathaus Center soll ab September 2003 umgestaltet werden. Die Planungen wurden am 4. Juni vorgestellt und mit Bürgern erörtert. Das Areal nördlich der Breiten Straße und wird wegen fehlender Wege zwischen Parkstraße und Pestalozzi-straße als Barriere empfunden. Im Bereich der noch vorhandenen Kleingartenanlage sollen zahlreiche Kinderspielgeräte, Tischtennisplat-ten und Bänke aufgestellt und ein Bolzplatz angelegt werden. Die Kosten von ca. 490.000 Euro sollen zum Großteil aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gedeckt werden.
Gedenken zum 17. Juni
Aus Anlass der 50. Wiederkehr des 17. Juni 1953 und einer symbolischen Straßenbenennung laden die Bezirksverordneten und das Bezirksamt Pankow zu einer Gedenkveranstaltung am 17. Juni 2003, ab 17.30 Uhr auf das ABB-Gelände, Lessingstraße 79 (Wilhelmsruh) ein.
Darüber hinaus unterstützt das Bezirksamt eine Kunstaktion zur Auseinandersetzung mit dem 17. Juni. Eine Installation mit dem Titel: »Die Partei hat immer Recht« des Künstlers Daniel Küchenmeister wurde vor dem hemaligen Sitz des Parteivorstandes und des ZK der SED an der Prenzlauer Allee/Ecke Torstraße errichtet.
Hanf im Bucher Forst
Um herauszufinden, ob Hanf auch auf den ehemaligen Bucher Rieselfeldern angebaut werden kann, säten Schüler der Hufeland-Oberschule dort unter Anleitung des Revierförsters vier Hanfsorten aus. In den modernen Züchtungen ist der Gehalt des Rauschmittels Tetrahydrocannabinol (THC) so niedrig, das es nicht als Droge verwendet werden kann.
Leerstand Kunstvoll II
Zum zweiten Mal startete im Mai eine Runde von »Leerstand Kunstvoll«. Durch die Aktion sollen der Leerstand vieler Gewerberäume im Sanierungsgebiet Wollankstraße reduziert und die Läden vorübergehend sinnvoll genutzt werden.
Zudem bieten die zeitweiligen Ateliers und Galerien in und um die Florastraße für die Bewohner attraktive Anziehungspunkte. Das Angebot in den insgesamt elf Läden umfasst die Bereiche Bildhauerei, Malerei, Keramik, Modegestaltung, Strick-Design, Textilkunst, Videokunst, Objekte, Installation, Fotografie und Think-Art.
Die einheitlichen Öffnungszeiten sind mittwochs von 16 bis 18 Uhr und sonnabends und sonntags von 14 bis 18 Uhr. Organisiert wird die Kunstaktion im Auftrag des Bezirksamtes Pankow, von der AGS Arbeitsgruppe für Stadtplanung, der Sanierungbeauftragten für das Gebiet Wollankstraße.
Lange Einkaufswege vorbei
Bucher können ab Montag in einer neuen Kaufhalle einkaufen. Am 23. Juni eröffnete in Buch in der Bruno-Apitz-Straße 14 eine Norma-Filiale. Die Kaufhalle wurde neu gebaut, Investor ist die Hau+S Bauträger GmbH.
Almuth Nehring-Venus (PDS), Bezirksstadträtin für Kultur und Wirtschaft, erklärte dazu: Endlich haben die Bucherinnen und Bucher im sogenannten Buch IV wieder eine Einkaufsmöglichkeit. Nachdem die Spar-Kaufhalle Ende Februar 2002 geschlossen hatte, ist es durch gemeinsame Anstrengungen von Investor und Bezirksamt möglich geworden, diesen modernen Standort zu errichten.
Das Bezirksamt hatte sich im vergangenen Jahr im Interesse der Bucher Bürgerinnen und Bürger tatkräftig in die Kaufverhandlungen zwischen Investor und Liegenschaftsfonds eingemischt, mit Erfolg: Die langen Einkaufswege sind nun vorbei.
Sprechstunde
Die nächste Sprechstunde der Bezirksstadträtin für Jugend, Schule und Sport, Christine Keil (PDS), findet am Donnerstag, 26. Juni von 16 bis 18 Uhr im Rathaus Weißensee, Berliner Allee 252-260, Raum 116 statt. Um Anmeldung unter Tel.: 9679 2330 wird gebeten.
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